Moderne Schmerztherapie in Tübingen -
ohne Operation

Stoßwellentherapie (ESWT) in Tübingen

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein wissenschaftlich etabliertes Verfahren bei Sehnenreizungen, Verkalkungen und hartnäckigen orthopädischen Beschwerden. Hochenergetische Schallwellen aktivieren die körpereigene Heilung – ambulant, schnell und in der Regel gut verträglich.

Nach einer gründlichen orthopädischen Untersuchung beraten wir Sie individuell, ob die Stoßwellentherapie für Ihre Beschwerden sinnvoll ist und erstellen gemeinsam mit Ihnen ein passendes Behandlungskonzept.

Was ist die Stoßwellentherapie?

Bei der ESWT werden kurze, hochenergetische Schallwellen außerhalb des Körpers erzeugt und gezielt auf die schmerzende Region gelenkt. Dort regen sie Durchblutung, Zellstoffwechsel und Heilungsprozesse an. Besonders bewährt hat sie sich bei Beschwerden, die auf Schonung, Medikamente oder Physiotherapie nicht ausreichend angesprochen haben.

Wie funktioniert es?

Der Schallkopf wird mit Ultraschallgel auf die Haut aufgesetzt. Die Stoßwellen treffen den Schmerzpunkt und lösen dort zelluläre Regenerationsprozesse aus: Durchblutung steigt, Entzündungsbotenstoffe werden gehemmt, Stammzellen aktiviert. Nach 2.000–2.500 Impulsen ist die Sitzung abgeschlossen.

Vorteile der Stoßwellentherapie

Häufige Einsatzgebiete der Stoßwellentherapie

Ablauf

  • Bequeme Position einnehmen →
  • Körperstelle entkleiden →
  • Schallkopf mit Gel aufsetzen →
  • 2.000–2.500 Impulse (ca. 10–15 Min.) →
  • fertig.

Die Intensität der Behandlung wird individuell an Ihr persönliches Schmerzempfinden angepasst.

Kosten

GKV: nur bei Plantarfasziitis/Fersensporn
Facharztverträge AOK/Bosch BKK:volle Kostenübernahme
Privatversicherte:Kostenübernahme in der Regel für 3-6 Behandlungen
Selbstzahler:69€

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Stoßwellentherapie (ESWT)

Wie wirkt die ESWT – die Mechanismen im Detail

Die Stoßwellen werden durch einen Schallkopf auf die Haut übertragen und auf einen kleinen Wirkort gebündelt. Dort erzeugen sie über mechanische Reize zelluläre Regenerationsprozesse.

Die mechanischen Reize führen zu einer lokalen Vasodilatation (Gefäßerweiterung) und erhöhen darüber die Durchblutung im behandelten Gewebe. Es kommt zu einer Verbesserung des lokalen Stoffwechsels.

Die Stoßwellen stimulieren mesenchymale Stammzellen (z. B. im Knochenmark oder in Sehnen), die sich dann vermehrt in Fibroblasten, Chondrozyten oder Osteoblasten umwandeln. Dies beschleunigt die Heilung von Sehnen, Bändern und Knochen.

Die mechanischen Reize:

  • Hemmen die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine (z. IL-1β, TNF-α)
  • Fördern die Ausschüttung antiinflammatorischer Botenstoffe
  • Regen die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Schmerzmittel) an
  • Desensibilisieren die Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren), was die Schmerzwahrnehmung reduziert

Bei Knochenerkrankungen (z. B. Pseudarthrosen) können Stoßwellen über mikroskopisch kleine Knochenbrüche (“microcracks”) die Aktivität von Osteoklasten hemmen, während Osteoblasten (Knochenaufbauzellen) aktiviert werden.