Direkt an die Schmerzquelle – präzise, schnell, wirksam.

Infiltrationstherapie in Tübingen

Bei der Infiltrationstherapie werden Medikamente gezielt an die betroffene Struktur eingebracht – beispielsweise in ein Gelenk, an die Wirbelsäule, an einen Sehnenansatz oder in entzündetes Gewebe. Dadurch kann die Behandlung hochdosiert und effektiv direkt am Ort der Beschwerden erfolgen.

Was ist die Infiltrationstherapie?

Je nach Beschwerdebild können unterschiedliche Medikamente (z.B. Kortison oder Lokalanästhetikum) gezielt an die betroffene Struktur eingebracht werden. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, entscheiden wir individuell nach Diagnose und Befund.

Wie funktioniert es?

Unter ultraschallgestützter Kontrolle wird die Nadel gezielt platziert und der Wirkstoff appliziert.

Vorteile der Infiltrationstherapie

Häufige Einsatzgebiete der Infiltrationstherapie

Infiltrationstherapie

Wirbelsäule

Infiltrationstherapie

Wirbelsäule

Kosten

GKV:Volle Kostenübernahme
Facharztverträge AOK/Bosch BKK:Volle Kostenübernahme
Privatversicherte: Volle Kostenübernahme

Häufige Einsatzgebiete der Infiltrationstherapie

Infiltrationstherapie

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Infiltrationstherapie

Kortikosteroide (Glukokortikoide) sind die am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe in der lokalen Infiltrationstherapie. Sie wirken über Bindung an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren (GR) → Translokation in den Zellkern → Hemmung der Transkription proinflammatorischer Gene (NF-κB-Pathway): COX-2, Phospholipase A2, IL-1β, IL-6, TNF-α werden supprimiert. Klinische Folge: rasche, kraftvolle Entzündungshemmung mit Analgesie, Ödemreduktion und Wiederherstellung der Gelenkfunktion. In der orthopädischen Praxis werden Depot-Kortikosteroide eingesetzt (z. B. Triamcinolonacetonid, Betamethason, Methylprednisolon-Acetat): prolongierte lokale Wirkung durch verzögerte Resorption aus dem Injektionsdepot.

Indikationsspezifische Hinweise zu Kortison-Infiltrationen
Gelenkinfiltrationen: max. 3–4/Jahr empfohlen; längere Intervalle schützen den Knorpel (in vitro Knorpelschaden bei hochfrequenter Anwendung nachgewiesen). Sehnenansatz-Infiltrationen: Direkte Injektion in die Sehne ist kontraindiziert (Rupturgefahr); peritendinöse Applikation. Epidurale/periradikuläre Infiltrationen: zeitlich und technisch anspruchsvoller; Medi-Jet-System bietet hier entscheidende Vorteile.

Lokalanästhetika (z. B. Mepivacain 1 %, Bupivacain 0,25 %, Procain 1%) blockieren spannungsgesteuerte Natriumkanäle der Nervenmembran → Unterbrechung der Aktionspotenzialweiterleitung → vollständige, reversible Analgesie im Versorgungsgebiet. Diagnostischer Wert: Verschwindet der Schmerz nach gezielter Infiltration eines definierten Areals (z. B. Facettengelenk, Subakromialraum), ist die Schmerzquelle mit hoher Wahrscheinlichkeit lokalisiert. Dies erlaubt eine Differenzierung zwischen lokaler Pathologie und referred pain aus einem anderen Segment.